Home
Diagnostik
Therapie
Team
Kontakt
Impressum
E-Mail: anmeldung@praxis-dr-happe.de

KISS-Syndrom
(Kopfgelenk Induzierte Symmetrie Störung)

Atlastherapie - Ein kleiner Impuls zeigt große Wirkung
Der Begriff KISS steht für Kopfgelenk- Induzierte Symmetrie Störung und macht auf den Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Fehlfunktionen in den Kopfgelenken und der Entstehung von Entwicklungsstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter aufmerksam. (Kopfgelenksblockierungen)

Die meisten Säuglinge reagieren mit Haltungsauffälligkeiten. Einige liegen wie ein "C" im Bettchen und schauen vermehrt in eine Richtung. Dadurch plattet sich der Hinterkopf seitlich ab und es entsteht eine asymmetrische Schädelform, oft erscheint eine Gesichtshälfte kleiner (KISS I). Andere überstrecken sich stark und biegen sich nach hinten durch ("Flitzebogenhaltung"). Der Hinterkopf wird durch die fixierte Rückbeuge vermehrt belastet und es entwickelt sich eine in der Mitte gelegene Schädelabplattung mit haarlosem kreisrunden Gebiet, dem "KISS-Fleck" (KISS II).
Viele Säuglinge weisen kombinierte Haltungsstörungen auf.

Häufig bestehen so genannte vegetative Symptome. Schreiattacken, vermehrtes Spucken, vermehrtes Sabbern viel oder Stillprobleme. Einige Kinder schlafen schlecht und machen selbst nach dem ersten Geburtstag die Nacht zum Tag. Manche Babys sind wiederum ganz "brave" Kinder und fallen nur auf, weil sie "bewegungsfaul" sind und motorische Entwicklungsrückstände bestehen. Die Zusammenhänge werden noch immer unterschätzt. Die Atlastherapie bietet eine einfache und risikoarme Behandlungsmöglichkeit.



Behandlung
Die chirotherapeutische Behandlung (chiros = die Hand) ist sicherlich die effektivste Form zur Deblockierung zugrunde liegenden Halswirbelfunktionsstörung. Dabei werden spezielle Handgriffe angewandt. Zur Voruntersuchung gehört, neben der genauen körperlichen Untersuchung, auch ein Röntgenbild der oberen Halswirbelsäule des Kindes. Dieses Bild dient dem weitgehenden Ausschluss von Fehlbildungen und auch der Wahl der Behandlungstechnik. Ohne eine Röntgenaufnahme führen wir keine Behandlung durch, da es Kinder mit speziellen Halswirbelveränderungen gibt, die eine Behandlung verbieten oder besonderer Behandlungstechniken bedürfen.

Wir bemühen uns möglichst sparsam zu Röntgen. Daher empfiehlt es sich, dass 2 erwachsene Angehörige das Kind zu dieser Untersuchung begleiten, um durch gute Positionierung Fehlaufnahmen zu vermeiden.
Die eigentliche Behandlung nimmt die geringste Zeit in Anspruch und viele Eltern fragen dann (sichtlich erlöst) "Was, war das schon alles?". Viele Babys nehmen die Untersuchung und Behandlung relativ unbeeindruckt hin. Andere beschweren sich schon, wenn man das Kind in den Arm nimmt oder den Nacken berühert. Das sind oft Kinder, die schon beim Mützchen aufsetzen oder Hals waschen protestieren. Zurück auf dem mütterlichen Arm lassen sie sich jedoch meist schnell wieder beruhigen.

Nach der Behandlung folgt eine Reaktionsphase, die bis zu 3 (4) Wochen dauern kann. Hier berichten die Eltern über unterschiedliche Reaktionen ihrer Schützlinge. Die Haltungsmuster symmetrisieren sich, sie schlafen entspannter, die Bauchlage wird akzeptiert oder das Spucken trat nicht mehr oder nur noch selten auf. Auch fallen die ersten motorischen Fortschritte in diese Zeit. Andere Eltern werden jedoch noch mal auf eine Geduldsprobe gestellt. So kann sich eine Schreiproblematik in den ersten Tagen verstärken um nach und nach zu verschwinden. Ähnliches gilt für die Fehlhaltung. Auch diese kann initial zunehmen. Am besten lässt man dann die Kinder reagieren und schaut wie sich das Ganze entwickelt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese vorüber gehende Phase nur einige Tage anhält und der gewünschte Effekt sich mit einer Latenzzeit von 2 – 3 Wochen dennoch einstellt. Wichtig ist in der Zeit der Reaktionsphase auf weitere therapeutische Reize zu verzichten. Darum empfehlen wir auch wenigstens 2 Wochen lang keine Krankengymnastik durchzuführen.

Etwa 80% aller behandelten Säuglinge benötigen nur eine manuelle Behandlung, bei einigen ist jedoch eine zweite Therapie notwendig, da der Effekt entweder nicht ausreichend war oder die Kinder noch mal in ihr altes Muster zurückgefallen sind. Die Ursachen hierfür können sehr vielschichtig sein. Selten werden uns Säuglinge auch mehrmals im Laufe des ersten Lebensjahres vorgestellt. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es sinnvoll ist, KISS-Kinder nochmals zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr sowie vor Schulbeginn nachzuuntersuchen. Dabei werden neben der Funktion des Bewegungsapparates die Haltung sowie die fein- und grobmotorischen Fertigkeiten kontrolliert.



Praxis Dr. Happe · Westfalenstraße 132 · 48165 Münster · Tel. (02501) 1 60 60 / 1 60 69 · Direktdurchwahl für Akupunktur und Therapie: Tel. (02501) 9 28 94 42