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Knorpeltransplantation – ein aktueller Stand

Hilfe für Ihre Kniegelenke
Die Gleitflächen unserer Gelenke sind mit Knorpel überzogen. Dieser Knorpel ist eine ca. 5 mm dicke Schicht und dient als Gleit- und Pufferschicht. Verschiedene Ursachen (Unfälle, Gelenkerkrankungen, Infekte) können zu einer Schädigung dieser Schicht führen. Im Gegensatz zu anderen Geweben regeneriert sich ein Gelenkknorpel nur teilweise.

Ein Schaden in der oberflächlichen Schicht muss nicht immer operativ behandelt werden; intensive Krankengymnastik und Muskelaufbau reichen oftmals aus, Folgeschäden zu verhindern. Ist der Schaden tiefer und ist größer als ca. 2 Quadratzentimeter so ist oftmals eine operative Therapie anzuraten, da es sonst unweigerlich zur Arthrose kommt. Die dann möglichen Operationen sind neben der Glättung, der Anbohrung und der Anfräsung die Knorpeltransplantation.

Zur Knorpeltransplantation stehen 2 Verfahren zur Verfügung: die Knorpelknochentransplantation und die Knorpelzelltransplantation. Diese Verfahren werden z. Zt. fast ausschließlich am Kniegelenk durchgeführt. Die Knorpeltransplantation eignet sich nur für örtlich begrenzte Defekte (Schlaglöcher) mit tragfähigem Knorpel in der Umgebung des Defektes. Diese Operationen sind aber nicht bei jedem Patienten sinnvoll. Es werden folgende Bedingungen gestellt:


Transplantation von Knochen-Knorpel Zylindern

Bei dieser Methode wird aus einem wenig belasteten Anteil das Gelenkes ein Knochenknorpel- Zylinder entnommen und in den Defekt wie ein Dübel eingebracht. Bei größeren Defekten ist es erforderlich mehrere solcher Zylinder zu transplantieren (Mosaik-Plastik).




Knorpelzell-Transplantation

Bei dieser Methode (ACT) werden intakte Knorpelzellen vom Patienten während einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) entnommen und mittels der Methoden der Gentechnologie kultiviert. Diese Zellkultur wird dann ca. 3 - 4 Wochen nach dem Ersteingriff durch eine zweite Operation auf den Knorpeldefekt gebracht. Bei dieser Operation muss das Gelenk eröffnet werden. Damit sie dort bleiben, wird zuvor ein Lappen aus Knochenhaut gebildet, der über dem Defekt angebracht wird, danach wird die Zellkultur unter diesen Lappen eingespritzt. In der Folgezeit muss das Bein für mindestens 8 - 12 Wochen entlastet werden.

Während die Mosaikplastik bereits vielfach eingesetzt wird, bleibt die Knorpelzellverpflanzung immer noch ein sehr spezielles Verfahren , so dass sie von den Versicherungen meistens noch nicht übernommen wird.



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